Neuigkeiten - Presseaussendung

Absage an Wasserkraftwerke im Nationalpark – Nordmazedonien widerruft Konzessionen

Vergangene Woche widerrief die Regierung der Republik Nordmazedonien sieben Konzessionen für Kleinwasserkraftwerke im neu ausgerufenen Shar Planina-Nationalpark. Diese Maßnahme bestärkt den Kampf internationaler NGOs, darunter EuroNatur, für frei fließende Flüsse und dient als Ausgangspunkt für die Aufhebung der Konzessionen aller Kleinwasserkraftwerke in Nordmazedoniens Schutzgebieten, u.a. im Mavrovo-Nationalpark.

Internationaler Protest gegen belgischen Kraftwerksinvestor, der Flussschützerinnen in Bosnien-Herzegowina bedroht

Das belgische Unternehmen Green Invest und seine bosnische Tochter BUK d.o.o. brachte Verleumdungsklagen gegen zwei junge bosnische Aktivistinnen ein, die öffentlich über die Umweltfolgen der Wasserkraftwerke des Unternehmens informierten. Heute schickten 140 Organisationen aus BiH, Europa und den USA einen offenen Brief an die diplomatischen Vertretungen Belgiens und den Botschafter der EU in BiH.

Weltwassertag 2022 - Grundwasser: „die Leber“ unserer Flüsse

 22.03.2022

In diesem Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „Grundwasser - der unsichtbare Schatz“ und legt besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des Grundwassers. Es gibt 100-mal so viel Grund- wie Oberflächenwasser – damit ist Grundwasser die quantitativ bedeutendste Süßwasserquelle.

Die deutsche KfW zieht sich aus Staudammprojekt in Bosnien-Herzegowina zurück

Die deutsche Entwicklungsbank KfW hat heute bestätigt, dass sie ihre Pläne zur Finanzierung des umstrittenen Janjići-Wasserkraftwerks am Fluss Bosna in Bosnien-Herzegowina eingestellt hat. Dieses umstrittene Projekt würde einen 16 m hohen Damm umfassen und einen malerischen und ökologisch bedeutsamen Flussabschnitt mit einer Reihe von Stromschnellen fluten.

Unermüdliche Kämpferin für den Erhalt frei fließender Flüsse ausgezeichnet

 11.11.2021

Für ihren herausragenden Einsatz für die Natur von europäischem Wert wurde heute die Biologin Slameršek mit dem Wolfgang Staab-Naturschutzpreis 2021 ausgezeichnet. Dieser Preis wird jährlich verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert – finanziert aus Mitteln des Wolfgang Staab-Naturschutzfonds der Schweisfurth Stiftung.

Goldman-Naturschutzpreis für die „Mutigen Frauen von Kruščica“

Maida Bilal hat stellvertretend für die „mutigen Frauen von Kruščica“ in der Nacht auf Mittwoch den Goldman Environmental Prize 2021, einen mit 200.000 Dollar dotierten, renommierten Umweltschutzpreis erhalten. Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass Wasserkraftwerke eine der größten Bedrohungen für Wildflüsse und ihre Anwohnerinnen und Anwohner darstellen. Maida Bilal und die anderen Frauen hätten für einen der letzten frei fließenden Flüsse Europas gekämpft – und gewonnen.

Die Erforschung der Unbekannten: Wissenschaft im Einsatz für die Vjosa-Nebenflüsse

Von 29. Mai bis 6. Juni ist eine Delegation von Wissenschaftler*innen aus Österreich, Albanien, Italien und Deutschland an den beiden Haupt-Zuflüssen der Vjosa, Shushica und Bënça, um multidisziplinär Daten zu erheben. Diese Forschungswoche ist die Fortsetzung eines ähnlichen Unterfangens im Jahr 2017 an der Vjosa selbst, das schlussendlich dazu beigetragen hat, den ökologischen Wert der Vjosa zu belegen, Wasserkraftwerksprojekte abzuwehren und den Fluss als Schutzgebiet zu designieren.

Nach der Wahl in Albanien: Vjosa-Nationalpark muss Ziel der neuen Regierung sein

 28.04.2021

Die Parlamentswahlen in Albanien sind vorüber, doch der Kampf für die Vjosa, Europas letzten großen Wildfluss, geht weiter. In den vergangenen Monaten hat die Unterstützung für den Schutz der Vjosa erheblich zugenommen, sowohl in Albanien als auch in anderen europäischen Ländern und weltweit. Das führte dazu, dass die Regierung im März einer Ausweisung der Vjosa als „Naturpark“ zugestimmt hat – eine sehr schwache Schutzkategorie, aber immerhin ein erster Schritt.

Naturschützer fordern politische Unterstützung aus der EU für Vjosa-Nationalpark in Albanien

Am heutigen UN-Weltwassertag bringen mehrere Naturschutzorganisationen eine Bilderserie heraus, auf denen die Forderung „Vjosa National Park Now“ in großen Lettern vor weltbekannten Denkmälern in Paris, Berlin, Brüssel und Tirana gezeigt wird. Die Naturschützerinnen und Naturschützer zielen damit auf die Aufmerksamkeit der Politiker in der EU und in Albanien und fordern sie auf, an der albanischen Vjosa den ersten Wildfluss-Nationalpark Europas einzurichten.

Vjosa: Umweltverbände legen Antrag für Europas ersten Wildfluss-Nationalpark vor

In Tirana haben heute, 10. Februar, 20 albanische Umweltorganisationen einen detaillierten Antrag zur Gründung eines Vjosa-Nationalparks an den Umweltminister Blendi Klosi übermittelt. Die Organisationen sehen sich zu diesem Schritt genötigt, da albanische Regierungsvertreter seit Monaten zwar den Nationalpark ankündigen, jedoch keinerlei Schritte für eine Umsetzung unternehmen.

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