KünstlerInnen für die Balkanflüsse

 19.06.2020

++ Anlässlich des World Music Days am 21. Juni erheben 40 KünstlerInnen ihre Stimme für die Blue Heart Kampagne zur Rettung der Balkanflüsse ++

19. Juni 2020. Die Musiker  wollen wachrütteln und dazu beitragen, die drohende Naturzerstörung in ihrer Heimat zu verhindern. Darko Rundek aus Kroatien, Rambo Amadeus aus Serbien/Montenegro, Jelena Milušić aus Bosnien-Herzegowina und Srđan Jevđević, Gründer und Sänger der Band Kultur Shock (lebt in den USA, ursprünglich aus Bosnien-Herzegowina) sind nur vier von insgesamt 40 bekannten Künstlerlnnen aus den Balkanstaaten, die die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ unterstützen. Sie erheben ihre Stimme für die Balkanflüsse und gegen deren Zerstörung.

Zwischen Slowenien und Albanien soll praktisch jeder Fluss, jeder Bach gestaut oder abgeleitet werden, insgesamt sind mehr als 3.000 neue Wasserkraftwerke geplant. Noch ist der Balkan ein Wasserreich ohnegleichen, in dem Flüsse fließen und sich Tierarten tummeln, die anderswo in Europa längst verschwunden sind – noch ist es das Blaue Herz Europas.

Anlässlich des World Music Days, der jährlich am 21. Juni begangen wird, beziehen die KünstlerInnen in kurzen Videobotschaften Stellung. Alle Videos der KünstlerInnen werden HIER zu sehen sein.

Rambo Amadeus sagt: Ich unterstütze die Kampagne „Rettet das blaue Herz Europas", weil ich mich nicht eines Tages vor meinen Enkeln schämen will: Wenn sie mich fragen, was ich im Zeitalter der systematischen Naturzerstörung getan habe - habe ich mich um meine eigenen Angelegenheiten gekümmert, während ich tatenlos zusehen habe, wie die Lebenschancen meiner Enkel rapide abnahmen?“ 

Jelena Milušić: „Wenn wir einfach stillschweigend daneben stehen, dann verdienen wir es, dass unsere Existenz und unser Überleben in Frage gestellt werden. Lasst uns zusammenstehen und Nein zu den Wasserkraftwerken an unseren Flüssen sagen"!

Srđan Jevđević (Kultur Shock) ergänzt: „Unsere Politiker sind Kriminelle, die unser Land stückweise verkaufen.”

Darko Rundek: „Es sind die ungezähmten Flüsse der Berge und die Quellen, die sie in Rohre leiten wollen, um Strom zu erzeugen. Doch indem sie das tun, warden sie die Artenvielfalt zerstören.”

Es freut uns sehr, dass so viele KünstlerInnen ihre Stimme erheben. Wir brauchen sie, um noch mehr Menschen zu erreichen, damit wir den Staudammwahn stoppen. Flüsse sind mehr als nur Orte des Profits. Sie haben immer schon Menschen zu wunderbaren Liedern, Bildern und Geschichten inspiriert. Wer hat je von Liedern über Staudämme gehört?“, so Ulrich Eichelmann, Koordinator der Blue Heart Kampagne von Riverwatch.

Die Künstler bringen dieses wichtige Thema mit Herz und Emotion einer breiten Öffentlichkeit näher und zeigen eine Verantwortung für die Natur, die wir bei den Entscheidungsträgern vor Ort schmerzlich vermissen“, sagt Annette Spangenberg, Leiterin Projekte bei EuroNatur.

Videobotschaften folgender KünstlerInnen werden bald unter https://balkanrivers.net/de/kuenstler zu sehen sein:  Dževad Karahasan, Selma Alispahić, Marko Tomaš, Aida Čorbadžić, Rikardo Druškić, Martina Mlinarević Sopta, Dinno Kasalo, Selma Spahić, Mona Muratović, Faruk Šehić, Marko Feher, M.o.r.t., Haris Pašović, Selvedin Avdić, Orhan Maslo, Smirna Kulenović, Sead Sašivarević, Mario Knežović, Zdravko Cvjetković, Elma Tetaragić, Marija Šestić, Mevludin Sejmenović, Dado Džihan, Aleksandra Nina Knežević, Sanel Marić Mara, Sassja, Lala Raščić, Milutin Sretenović, Muhamed Kafedžić, Enes Zlatar, Mostar Sevdah Reunion, Emina Hodžić Adilović, Soraja Ćehić, Marina Mimoza, Basheskia, Ermin Bravo.

 

Hintergrundinformationen

  • Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung von Riverwatch und EuroNatur
  • Die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ will die wertvollsten Flüsse der Balkanhalbinsel vor einem Damm-Tsunami aus ca. 3000 geplanten Projekten bewahren. Die Kampagne wird von den NGOs Riverwatch und EuroNatur koordiniert und gemeinsam mit Partnerorganisationen in den Balkanländern umgesetzt. Mehr Informationen finden Sie unter: https://balkanrivers.net/de

 

Rückfragen